53 Zweitliga-Spiele für den MSV Duisburg und den 1.FC Kaiserlautern. 47 Drittliga-Partien, drei Auftritte im DFB-Pokal und zwei Einsätze in der Relegation zur zweiten Bundesliga. Und dazu sportliche Ausflüge nach Bulgarien, China und Tunesien. Der Verteidiger Enis Hajri ist gut in der Fußballwelt herumgekommen. Uns hat er ein außergewöhnliches Interview gegeben, was das immer noch schwierige Standing der Sportpsychologie im Profi-Fußball anschaulich darlegt. 

Enis Haijri, du hast einige, vielleicht auch unseriöse Erfahrungen mit dem Thema Sportpsychologie gemacht. Was war das Schrägste, was du erlebt hast?

In der Tat, habe ich einiges in meiner Laufbahn erlebt. Was mir spontan einfällt ist eine Situation als der Verein einen Motivationsvortrag ausschließlich für unser Team gebucht hat. Da kam jemand der über Glauben und Fußball gesprochen hat. Der Redner hat nachweislich Dinge erzählt, die sich im Nachgang als unwahr erwiesen haben. Unter anderem meinte er, dass er unseren damaligen Trainer kannte und ihn als tollen Typ erlebt hat. Unser Trainer war an dem Abend familiär verhindert und als er das am nächsten Tag von uns erfahren hat, ist er vom Stuhl gefallen, weil er dem Herrn noch nie im Leben begegnet ist. Ich habe auch schon von Kollegen die schrägsten Dinge gehört. Beispielsweise habe ich mal von einem Mentaltrainer gehört, bei dem der Fußballer Engelkarten gezogen hat, um das Motto des Tages zu bestimmen. Da fragt man sich schon als Sportler, was das soll und wie seriös so etwas ist. Jeder ist aber auch für sich selbst verantwortlich und muss genau hinschauen, was er da mit sich machen lässt.

Zum ganzen Interview: https://www.die-sportpsychologen.de/2019/07/02/enis-hajri-viele-trainer-befuerchten-durch-einen-sportpsychologen-einen-macht-und-kontrollverlust/

Enis Hajri (MSV Duisburg): Viele Trainer befürchten durch einen Sportpsychologen einen Macht- und Kontrollverlust

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